0:3-Auswärtsniederlage beim cleveren TSV Kareth-Lappersdorf
Diesmal scheiterte der VfB Straubing nicht an der mangelnden Chancenverwertung, vielmehr haderte man auf Straubinger Seite mit der Regelauslegung von
Schiedsrichter Leonhard Burghartswieser. Dabei kam die Mrozek-Elf, welche verletzungsbedingt auch noch auf Abwehrchef Tsvetan Antov verzichten musste, besser in das Spiel und hatte in den ersten fünfzehn Spielminuten auch etwas mehr Spielanteile. In der elften Minute fast die Führung für den VfB, als Julian Weber in einen verunglückten Rückpass sprintete. Hausherrentorwart Sebastian Peter konnte gerade noch retten. Dann kam in der 17ten Spielminute die erste spielentscheidende Szene. Aaron Bice vom TSV wird am VfB-Fünferhalber in klarster Abseitsposition das Leder von einem Mitspieler zugepasst.
Der Linienrichter hob auch kurz die Fahne um diese dann wieder zu senken – Bice reagierte am schnellsten und schob fast ungehindert den Ball zur irregulären 1:0 Hausherrenführung ein.
Alle Proteste auf VfB-Seite halfen nichts, weder der Linienrichter noch der Schiedsrichter standen zu Ihrer Fehlentscheidung. Doch es kam noch schlimmer für die Mrozek-Elf.
Keine fünf Minuten nach dem Rückstand wird Justin Mrozek rotwürdig an der Mittellinie von einem TSV`ler gefoult – das Spiel läuft noch kurz weiter. Der Ball wird von einem Hausherrenspieler
weitergespielt, eine Grätsche von Ermesto Koshi kommt zu spät und dieser tifft nur das Standbein des Gegenspielers. Dann ein Pfiff vom Schiedsrichter. Glatt rote Karte für Koshi und nicht mal eine gelbe Karte
für den Hausherrenspieler; auch diese Entscheidung aus Straubinger Sicht nicht nachvollziehbar. Somit war die Mrozek-Elf dann70 Minuten in Unterzahl. Und der nächste Tiefschlag
für Straubing folgte in der 31. Minute. Ahmed Ahmedov spielte das Leder Myller Silva mustergültig in die Gasse. Alleine vor dem TSV-Tor kam Hausherrenkeeper Peter aus seinem Kasten,
räumte Silva samt Ball ab – doch anstatt Elfmeter gab es Abstoß. Myller Silva musste nach längerer Behandlung mit einer Wadenverletzung aus dem Spiel. Der VfB fühlte sich nun völlig
verschaukelt und musste erst wieder Ruhe in das Spiel bringen. In der 42. Minute dann der erste Torschuss der Hausherren durch Johannes Ebert in den Regensburger Nachthimmel.
Nach dem Wechsel spielte die VfB-Elf weiter mutig nach vorne, doch in der 55. Minute war die Messe gelesen. Einen mustergültigen Konter über den eben eingewechselten Anton Henning
schloß erneut Aaron Bice mit Übersicht und unhaltbar ab. Die Hausherren agierten sehr clever und gingen übrigens vom Anpfiff weg bei jeder noch so kleinen Berührung mit großem Schmerzengeschrei zu Boden,
so dass ein Rettungshubschraubereinsatz erforderlich schien. Der Schiedsrichter ließ die Heimelf aber gewähren und so sahen die neutralen Zuschauer insgesamt eine sehr zerfahrene Partie, in der kaum
Spielfluss aufkam. In der 69. Minute spielte Mariyan Angelov einen feinen Flugball zu Ahmed Ahmedov. Dieser legte das Leder am letzten TSV-Mann Michael Gröschl vorbei und wäre alleine auf
das Hausherrentor zugesteuert. Gröschl foulte Ahmedov und zog die Notbremse  – doch statt dem fälligen Platzverweis erhielt dieser nur die gelbe Karte. Den folgenden Freistoß von der
Straufraumkante setzte Ahmed Ahmedov haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Und typisch für den VfB an diesem Abend sorgten die Hausherren im Gegenzug mit dem
Treffer zum 3:0 durch Anton Henning für die endgültige Entscheidung. In der Schlussphase rettete VfB-Torwart Marcel Bauer mit zwei spektakulären Paraden seine Mannschaft vor weiteren Gegentreffern.
So blieb es bis zum Abpfiff beim 3:0 – ein gebrauchter Abend für die Mrozek-Elf. Antov, Beck, Birk, Koshi, Hilmer, Silva – dies ist nicht die Aufstellung für das nächste Heimspiel am kommenden Mittwoch um
19.15 Uhr gegen den SV Neukirchen b. Hl. Blut, sondern die aktuelle Ausfallliste auf VfB-Seite. Welche Elf Trainer Mrozek aufbieten kann steht aktuell noch in den Sternen.
VfB-Trainer Gregor Mrozek zum Spiel: “Nach kurzem Abtasten hatten wir die ersten Chancen. Dann folgte das 1:0 für Kareth, welches definitiv Abseits war. Dann bekommt Ermesto Koshi die rote Karte.
Dieser versuchte noch an den Ball zu kommen. Es lag weder eine grobe Unsportlichkeit noch eine Tätlichkeit vor; definitiv keine rote Karte. Das vorhergehende sehr grobe Foulspiel an unserem Spieler wurde außer dem Freistoß für uns überhaupt nicht geahndet. Und so reihten sich die negativen Entscheidungen gegen meine Mannschaft über die gesamte Spielzeit aneinander. Wir bekommen aber auch noch zu leicht unsere Gegentore – hier müssen wir weiter an uns arbeiten. Denn wir setzten auch am heutigen Abend offensiv Nadelstiche, können den Ausgleich machen und bekamen dann aber zu leicht das 0:2. Uns fehlt einfach noch die Erfahrung, Kareth-Lappersdorf agierte dagegen sehr clever und nutzten jeden Zweikampf zu Ihren Gunsten aus. Thema erledigt, Mund abputzen und weiterhin fleißig arbeiten. Es wird nicht leichter, denn jetzt stehen auch noch englische Wochen für unseren sehr ausgedünnten Kader an. Aber Einfach kann jeder, es gilt nun diese schwierige Aufgaben zu meistern und ich bin überzeugt, dass wir auch bald unsere ersten Punkte einfahren werden.”
TSV Kareth-Lappersdorf: Sebastiann Peter, Tobias Witzmann, Michael Gröschl, Christian Ludwig (33. Marcel Onwudiwe), Patrick Wein, Julian Kessner (55. Anton Henning), Stefan Hofner, Michael Amann,
Daniel Oppelt (36. Korbinain Köppel), Aaron Bice (74. Siegfried Ludwig), Johannes Eberl (51. Timo Sterl).
VfB Straubing: Marcel Bauer, Justin Mrozek, Jakob Meier (70. Maximilian Riederer), Mariyan Angelov, Ahmed Ahemdov, Myller Silva (33. Amadu Cande/70. Milen Bonev), Julian Weber, Felix Jobst, Robert Schinnerl, Pascal Schäfler (78. Safak Demir), Ermesto Koshi.
Tore: 1:0 (17.) Aaron Bice; 2:0 (55.) Aaron Bice; 3:0 (71.) Anton Henning.
Schiedsrichter: Leonhard Burghartswieser (Drachselsried) – Zuschauer: 250
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