Beim 1:1-Unentschieden kommt der FC Tegernheim trotz 40 minütiger Überzahl zu einem Punktgewinn

Die wenigen Zuschauer sahen am Samstag-Nachmittag (15 Uhr) ein sehr zerfahrenes Spiel. Die Tore erzielten Felix Zillner für die Hausherren und Mariyan Angelov für den VfB.
Mariyan Angelov musste dabei kurz vor Spielende nach einer rüden Attake gegen den Kopf mit massiven Verletzungen vom Platz und in das Krankenhaus.
Die Hauptschuld am Spielverlauf hatte – bei aller Objektivität – Schiedsrichter Thomas Plötz. Zu einer Spielleitung ohne erkennbaren Linie kamen Dauerdiskussionen
mit Tegernheimer Spielern, welche bei wirklich auch noch so jedem berechtigten VfB-Freistoß endlose Debatten lostraten. Der VfB,
welcher kurzfristig verletzungsbedingt auch noch auf Leistungsträger Tsvetan Antov verzichten musste, hatte vom Anpfiff weg mehr Spielanteile.
Erste Torschüsse von Pedro Braz Figueiredo und Wemerson dos Santos gingen aber neben das Tor. In der 25. Minute hatte die VfB-Abwehr eigentlich alles im Griff. Doch dann
behindern sich zwei VfB-Verteidiger gegenseitig und beim Klärungsversuch prallte der Ball zu Felix Zillner. Dieser sagte Danke und schob das Leder unbedrängt aus knapp zehn Metern
ins lange Eck zum 1:0 ein. Der bisherige Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Keine zehn Minuten später flankte Maximilian Riederer das Leder in den Tegernheimer Strafraum. Ein
FC-Verteidiger sprang der Ball an der ausgestreckten Arm – berechtigter Handelfmeter für den VfB. Mariyan Angelov verwandelte unhaltbar zum 1:1.
Nach dem Wechsel drängte die Mrozek-Elf auf den Führungstreffer. Doch sehr gute Chancen durch Maximilian Riederer und Jakob Meier vereitelte Hausherrentorwart Manuel Gebhardt
bravurös. In der 55. Minute zog der erst nach der Halbzeitpause eingewechselte Ermesto Koshi seinem Gegenspieler Berrak Yildirim auf und davon. Dieser hielt Koshi am Trikot fest.
Koshi riss sich los und schlug dabei mit der Hand gegen den Oberarm von Yildirim. Yildirim erhielt die gelbe Karte, Koshi berechtigt die rote Karte. Doch Tegernheim konnte
die numerische Überzahl nicht nutzen und das VfB-Tor kam bis zum Abpfiff nie richtig in Gefahr. In der 70.Minute wurde ein Tätlichkeit an Wemerson Souza dos Santos abseits des
Spielgehschehens aber direkt vor den Augen des Linienrichters nicht geahndet. Keine zehn Minuten später köpfte an der Mittellinie Mariyan Angelov einen Flugball zum
eigenen Mitspieler. Danach wurde Angelov vom Tegernheimer Stefan Schmidl in Kopfhöhe nieder gesprungen und mit dem Fußballschuh im Gesicht getroffen. Nach zehnminütiger
Behandlung ging es für Mayrian Angelov blutüberströmt vom Platz und in das Krankenhaus. Dort wurde eine Prellung der Augenhöhle, eine leichte Gehirnerschütterung und drei Löcher
rund um das Auge festgestellt, welche genäht werden mussten. Schmidl erhielt für diese Aktion nur die gelbe Karte. VfB-Trainer Gregor Mrozek erhielt dagegen wegen Reklamierens
die gelb-rote Karte und musste die Trainerbank verlassen. Insgesamt kam Tegernheim übrigens im Spiel auf acht gelbe Karten wegen Foulspielen; davon fünf alleine in den letzten fünfzehn Spielminuten.
In der Nachspielzeit schien aber der Fußballgott doch für den VfB zu sein. Ein guter Flankenball von Robert Schinnerl kam im Tegernheimer Strafraum zu Maximilian Riederer.
Dieser traf aus der Drehung unhaltbar zum vermeintlichen 2:1 Siegtreffer für sein Team. Doch Schiedsrichter Plötz sah ein absichtliches Handspiel von Riederer,
welcher der Ball bei der Annahme an den angelegten Ellbogen gesprungen war und gab den Treffer nicht. Nach 100 Spielminuten erfolgte dann der Abpfiff dieser denkwürdigen Partie.
VfB-Trainer Gregor Mrozek nach dem Abpfiff zum Spiel: “Mir fehlen die Worte. Die rote Karte für uns war dumm aber berechtigt. Ansonsten sage ich zu der Leistung von Schiedsrichter Plötz besser nichts.
Das macht einfach keinen Spaß mehr. Mir tun meine Jungs leid, welche wieder alles reingeworfen haben. Die Belohnung für den betriebenen Aufwand erfolgte leider nicht.”
So blieb es beim aus VfB-Sicht ungerechten 1:1. Für die Mrozek-Elf ist der Punktgewinn eigentlich zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt.
Vor allem da man im nächsten Heimspiel am Karsamstag um 14 Uhr gegen die SpVgg Osterhofen nun auch noch auf die Leistungsträger Tsvetan Antov und Mariyan Angelov verzichten muss.
FC Tegernheim: Manuel Gebhardt, Sven Hofmann, Martin Glöckner (69. Fabian Friedl), Stefan Schmidl, Kevin Sieber, Berak Yildirim, Andreas Siegert,
Leo Waldhauser (81. Gurur Gök), Peter Hofbauer, Felix Zillner, Maximilian Wiesmeier.
VfB Straubing: Marcel Bauer, Justin Mrozek, Valentin Gazily (46. Ermesto Koshi), Pedro Henrique Braz Figueiredo (63. Atakan Sönmez), Mariyan Angelov (85. Justin Klein),
Maximilian Riederer, Jakob Meier, Wemerson Souza dos Santos, Julian Weber (63. Lukas Scheitler), Felix Jobst, Robert Schinnerl.
Tore: 1:0 (25.) Felix Zillner; 1:1 (33./Handelfmeter) Mariyan Angelov
besondere Vorkommnisse: 55. Ermesto Koshi / rote Karte wegen Nachschlagen; 87. Gregor Mrozek / gelb-rote Karte wegen Reklamieren
Schiedsrichter: Thomas Plötz (Offenberg) – Zuschauer: 115
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